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Feng Shui bei der Gartenplanung

Auch bei der Planung und Gestaltung eines Gartens kommt Feng Shui zum Einsatz. Dabei muss es sich nicht um einen chinesischen Garten handeln. Auch typisch europäische Gärten und sogar Nutzgärten können nach Feng Shui gestaltet werden.

Feng Shui Garten Ausschlaggebend sind hier keine verschlungenen Wege oder möglichst exotische Pflanzen. Wichtig ist, daß sich der Garten in Harmonie befindet, mit der Umgebung, den Nutzern und dem Haus zu dem er gehört.

Erhöhte Aufmerksamkeit muss der Position von Wasser gewidmet werden. Werden Teiche, Bäche oder Brunnen geplant, sollte deren Platz auf jeden Fall genau berechnet werden.

Wasser an der falschen Stelle kann großen Schaden anrichten. Mit Hilfe des Feng Shui lässt sich auch die ideale Position einer Terrasse planen oder die von Gartenwegen, Lauben, Geräteschuppen etc.

Der Garten im Allgemeinen

Sehr wahrscheinlich haben erste gärtnerische Aktivitäten im Leben der Menschheit begonnen, als der Mensch sich selber ein Zuhause schuf, Schönheitsideale entwickelte und begann, seiner Kreativität auf künstlerische Weise Ausdruck zu geben.

Das liegt so weit zurück, dass begeisterte Gartenliebhaber sicher zu stimmen bei der Behauptung, die Freude am und die Liebe zum Garten drücken ein tief verwurzeltes Grundbedürfnis eines Menschen, der nach höher entwickelten Stufen strebt, aus.

Die Bandbreite, die der Garten als solcher im täglichen Leben wie auch zu besonders hervor gehobenen Gelegenheiten im Menschlichen abdeckt, ist bei näherer Betrachtung schon recht beachtlich. Es gibt wohl keinen auch noch so kleinen Ort auf der Welt, in dem nicht durch bewusstes Eingreifen des Menschen wenigstens ein kleines Beet oder eine Rabatte, ein überlegt platzierter Blumentopf oder eine mit ordnender Hand gebundene oder beschnittene Pflanze im öffentlichen Raum der Gemeinschaft von Aktivitäten der Gartengestaltung zeugt.

An dieser Stelle wird deutlich, es gilt zwei Überordnungen zu unterscheiden. Der Garten im öffentlichen Raum genutzt von einer mehr oder weniger anonymen Öffentlichkeit und der private Garten einer kleinen, in sich geschlossenen Lebensgemeinschaft.

Feng Shui Garten Die Nutzung und die damit verbundenen Aktivitäten legen ebenfalls einen Unterscheidungsrahmen fest. Je detaillierter der Garten betrachtet wird, um so deutlicher tritt der Sinn und Zweck des Anlegens gerade dieses Gartens ins Auge. Aber nicht nur das. Auch die Person, die den Garten initiiert, plant, anlegt, pflegt und nutzt, wie auch immer, tritt in den Vordergrund, zeigt sowohl seine Kreativität als auch seine Neigungen, Wünsche, Träume, seine Kraft im Ausdruck wie auch im Temperament.

Sie zeigt sowohl ihr Verhältnis zur Wildheit der urwüchsigen Natur als auch ihren Bezug zu den Menschen in ihrem sozialen Umfeld, die mit ihr diesen Garten nutzen. Aber auch die Menschen, die nicht aktiv gärtnerisch tätig sind, drücken sich und ihre Qualitäten allein schon dadurch, dass sie die Nutzung gerade dieses Gartens der eines anderen bevorzugen, aus. Und sie prägen ihn sogar dadurch mit. Allein durch ihre Anwesenheit, durch stilvolle Gartenmöbel, das Aufstellen ihrer Sommerliege zum Entspannen und Nachdenken oder einer gemütlichen Bar mit Barhocker.

Die Tatsache, dass ein Garten genutzt wird, sagt bereits aus, dass der Garten nicht zum Selbstzweck angelegt wird, sondern einzig und allein, um ein ganz klar abgegrenztes Spektrum an menschlichen Bedürfnissen zu befriedigen. Die Benennung der einzelnen Gartentypen spricht da schon für sich.

Gemüsegarten, Rosengarten, Obstgarten, Landschaftsgarten, Lustgarten, Rokokogarten, Wassergarten, Pfarrgarten, Tiergarten und Vergnügungsgarten. Und genau diese Abgrenzung gegenüber dem öffentlichen Raum macht eigentlich den Garten erst wirklich zum Garten, zu einem oft sehr privaten Refugium.

Die Art der Abgrenzung eines Lebensbereiches definiert also den Garten. Dabei kann die Abgrenzung sowohl durch eine tatsächliche Einzäunung vorgenommen werden, als auch durch eine sehr deutlich andersartige Bepflanzung des definierten Raumes, aber auch durch eine mehr oder weniger breite und tiefe Aushebung eines Grabens.

Dieser Graben wiederum kann selbst einer besonderen Gestaltung unterzogen sein, indem er auf individuelle Weise bepflanzt ist oder mit Wasser gefüllt eine nahezu unüberwindliche Grenze bildet. Die Gestaltung dieser Grenze zwischen Garten und öffentlichem Raum lässt dem Gärtner in jeder Hinsicht unbegrenzte Möglichkeiten.

Eine Ummaurerung des Gartens ist ebenso zu finden wie eine Bepflanzung des Grünstreifens mit Sträuchern, die in Form einer Hecke in unterschiedlichsten Höhen gehalten werden wie auch einem Streifen anders farbiger Blumen bis hin zu einem akkurat kurz geschnittenen Rasenstreifen.

Sieht man nun genauer hin, verrät bereits die Wahl der Einfriedung des Gartenlandes viel über den Garten selbst, über den oder die Nutzer, über den Eigentümer und Planer des Gartens und aus alle dem folgernd etwas über den Zweck. Bei der Betrachtung des nicht mehr so modernen Wortes Einfriedung, enthält das Wort selbst schon einen wesentlichen Zweck des Gartens in sich. Der Garten soll einen Frieden schaffen, womit ganz offenbar ein Ort angezeigt wird, der sich im Gegensatz zum öffentlichen Raum als ein Ort des Friedens, der Ruhe und Geborgenheit auszeichnet.

Darüber hinaus stellt er aber auch einen Platz der Besinnlichkeit, der Muße, vielleicht auch der Einkehr dar. Gerade für diesen Zweck des Gartens dürfte wohl der Klostergarten mit seiner hohen Mauer dienen können. Die Mauer steht hier für absolute Ausgrenzung des weltlich orientierten Lebens. Ein wahrer Ort für Rückzug aus dem Täglichen Getriebe der Welt.

Hinter diesen Mauern ist eine in sich komplett geschlossene Welt geschaffen, wer den Zutritt sucht, muss sich zumindest für eine zeitlich begrenzte Dauer von allem Weltlichem los sagen und sich den Regeln des klösterlichen Lebens unterstellen. Erst nach dieser Entscheidung darf der eigentliche Garten betreten werden. Der Klostergarten bietet aber nicht nur Ruhe und die Möglichkeit der Innenschau, hier dient der Garten ganz besonders auch als Methode. Nämlich durch die Arbeit im Garten bewusst den Weg in sein tiefstes Wesen und damit zu höchster Instanz zu gehen.

Was hier gepflanzt und gepflegt wird, dient nicht dem Gefallen der menschlichen Sinne sondern erfüllt oft Forschungszwecke und in der Folge der Nutzung zu heilendem Zweck. Ohne diese Pflanzungen und Forschungen in den Klostergärten über einen Zeitraum von vielen Jahrhunderten wäre die moderne Phythologie und Pharmazie vielleicht in der uns bekannten Form gar nicht möglich geworden.

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